Ich, Strider

 

„Mein Tun hier richtet sich nicht auf Optimierung, sondern auf

Verstehen, Verbindung und Authentizität.“

So sollte 2025 mein Einstieg in die Lebensberatung lauten, weswegen ich diese Website eröffnete.

 

Stattdessen fällt mein Leben im Alter von 50 Jahren zu etwas auseinander, über das ich hier sprechen möchte. 
Von tiefgreifendem Entwicklungstrauma durch langjährigen gewaltsamem Missbrauch und den Auswirkungen.

Von kPTBS, ADHS bzw. Neurodivergenz durch ein verändertes neuronales Wachstum während der frühen Kindheit.

Ich schreibe von dissoziativer Identitätsstruktur (DIS), die früher „multiple Persönlichkeitsstörung“ hieß.

 

Bin ich nur vergesslich, weil ich als Kind Verdrängung als Überlebensmechanismus brauchte?

Sorgt ADHS dafür, dass ich einfach dauernd den Fokus verliere?

Übersehe ich, dass meine Persönlichkeiten mit ihren Anliegen und Bedürfnissen so schnell wechseln, dass es nur wie ADHS aussieht?
Wie komme ich damit zurecht, im fortgeschrittenem Alter festzustellen, dass mein „Ich“ ein System ist?

 

In meiner Vergangenheit hatte ich mir oft gewünscht, jemand könne verstehen, was in mir vorgeht.

Sicher gibt es auch andere mit diesem Wunsch. Vielleicht schreibe ich ja etwas, das für euch hilfreich ist.

 

Innen“ schaue ich auf meine eigenen Wege.

Ich schreibe über Traumata, systeminterne Selbstwahrnehmung, die psychologische Struktur und die Art, wie ich … wie wir die Welt sehen. Für Außenstehende oft faszinierend, möchten wir uns auch die verstörenden Seiten von der Seele schreiben.

Hier könnt ihr mit mir … mit uns^ lachen, weinen oder dich in unseren Überforderungen und Dramen wiederfinden. 

 

Außen“ möchten wir die Erkenntnisse teilen, die wir Innen gewonnen haben.

Erklärungsmodelle, die vielleicht weiterhelfen – oder hoffentlich zumindest interessant sind.

Ideen aus  Philosophie, Psychologie, Metaphysik, Spiritualtät, Bewusstseinsforschung … welcher Geistesblitz uns auch immer getroffen hat.

 


Wir sind bemüht, allgemeinverständlich zu schreiben. Leider gelingt das nicht immer. 
Zu einem Test auf Hochintelligenz ist uns bereits geraten worden.

Wenn ihr tiefer einsteigen wollt, findet ihr unten meine längere Selbstvorstellung:
Meine Schritte, meine Wege
*.

 

 

 – Strider (Daimon)

Allein in Deutschland gehören derzeit über zwei Millionen Menschen der "Minderheit mit ADHS" an. Die Dunkelziffer ist hoch.Viele von ihnen verharmlosen ihre "schwere Kindheit". Frühkindlicher und langfristiger Missbrauch führt zu komplexer PostTraumatischer BelastungsStörung. kPTBS ist der Nährboden für dissoziative Identitätsstörungen.

mehr über mich

Meine Schritte

Ich kenne die Angst vor den gruseligen Dingen in meinen Gedankenkellern. Die Angst davor, sich nicht authentisch zeigen zu dürfen oder zu können – oft nicht mal im direkten familiären Umfeld.

Früh lernte ich soziale Strategien, die mir mehr oder weniger nützlich  waren. Manche brauchte ich nur vorübergehend. Einige habe ich als „Blinde Flecken“ vermutlich heute noch nicht erkannt. Ohne gesundes Selbstbild, gesunde Erwachsene im Umfeld und einem massiv erschütterten Sicherheitsempfinden bildete sich wohl auch meine neuronale Struktur, die schlussendlich die volle AD(H)S-Symptomatik „freischaltete“.

Nachdem also nun jahrzehntelang meine Amygdala mein Alarmsystem ausgeleiert hat, bin ich inzwischen aus einem Umfeld ausgestiegen, das mir meine eigenen Dramen gespiegelt hat.

Anpassung war mein Überlebensstil.
Ich war ständig damit beschäftigt, irgendetwas zu regulieren – meistens mich selbst. Reizüberflutung, Überforderung, ein unsicheres Umfeld – ich habe das meiste in mir drin gelagert und sortiert, lange bevor es jemand merken konnte. Das ist nicht dasselbe wie „Verarbeiten“.

Der natürliche Wunsch, ohne Missverständnisse gehört zu werden, führte dazu, dass ich früh meinen Sprachgebrauch trainiert habe – und gelernt habe, mich sehr unterschiedlich auszudrücken.
Dummerweise hat genau das auch meine Fähigkeit geschärft, meine alten Schutzmechanismen gut zu verpacken – vor anderen, aber vor allem vor mir selbst.

Man könnte sagen, ich wäre zu oft mit meinem Kopf allein gewesen, aber derlei Dinge sind es, mit denen ich mich am Besten auskenne – ungeachtet der Baustellen, die ich noch habe. 

(Mögen sie mir nie ausgehen.)

Um  diese Baustellen nicht einfach nur zu sehen, sondern tatsächlich „Innere Arbeit“ zu tun, gab es nur einen logischen Weg:

Das Einnehmen einer inneren Ausrichtung, die unvermeidbar in mehr Authentizität und somit Gelassenheit mit sich selbst mündet.

Diese Erfahrungen möchte ich mit euch teilen.

Neurodivergent, tief, verwundbar – und echt.

Meine Wege

Irgendwann habe ich verstanden, dass ich nicht noch mehr Rechtfertigungen für meine Defizite brauche.
Ich musste anfangen, mich ernst zu nehmen – nicht im Sinne von „groß denken“, sondern im Sinne von: nicht mehr übergehen, wenn längst klar ist, dass etwas nicht stimmt.

Ich bin kein Heiler. Kein Schamane.
Ich bin auch kein Coach geworden – immerhin arbeite ich nicht mit Zielmotivation.
(Die meisten AD(H)S-ler oder Neurodivergenten würden diesen Ansatz vermutlich auch belächeln – „darf es noch etwas mehr professionelle Distanz sein?“)

Mein Interesse galt immer Selbsterkenntnis, Selbstverständnis, Sinn und Selbstwert. Ich habe jahrelang an meinem eigenen Dasein herumanalysiert – mit Philosophien, Entheogenik, Diagnosen, Dissoziationsmustern, Hirnforschung, Human Design, Gurdjieff, Castaneda, Schamanismus … (Jetzt neu: auch mit ChatGPT …)

Und dann wieder ganz konkret: im Körper, mit Tee, Breathwork, Schwimmen, Reizfilterung – und Klinikaufenthalte mit Pausen, die echt gebraucht wurden.

Die ganze Beschäftigung mit ADHS und Neurodivergenz sensibilisierte unsere Selbstwahrnehmung für Altersregression, und so lernten wir unseren ersten kindlichen Persönlichkeitsanteil kennen. Dies führte uns zum Thema DIS bzw. (p)DIS. 
Plötzlich veränderte sich die Welt. Bestürzende Selbsterkenntnisse, Kontrollverluste, Amnesien und Flashbacks zeigten uns das Stückwerk unseres Seins – das Ergebnis eines Überlebensinstinktes frühester Kindheit. 
Das Ergebnis von Missbrauch.

Heute möchten wir mit Menschen sprechen, die an ähnlichen Punkten stehen:
Zerfleddert im Kopf, zu wach, zu müde, zu tief drin, unsortiert – aber ehrlich genug, keine Verarsche mehr zu wollen. Auch nicht von sich selbst. 

Unsere Achtung und Respekt sollten denen gelten, die die Hölle ihrer Vergangenheit überlebt haben. 

 

Was ich anbiete, ist kein „Format“.

Es ist ein Weg, auf dem Dinge gesagt werden können,

die sonst weder Ort noch Sprache haben.

Nicht perfekt. Nicht glatt.
Aber: Es macht innerlich weit.

Wenn du willst.

Profilbild Mini: Strider im Grünen

Bevor du fragst…

to stride, strode, stridden

„Strider“ hat eine alte Wortwurzel.

Es entstammt dem Westgermanischen (strīdaną) und dem späteren Altenglischen (strīdan).
Es bedeutet: „gehen, mit langen, entschlossenen Schritten. Ausschreiten“
Und auch: „streiten, ringen, sich durch etwas hindurch bewegen.“

Dieser doppelte Ursprung ist für mich sehr treffend.
Viele (neurodivergente) Menschen erfahren das Leben nicht als geraden Weg, sondern als ein Ringen mit Erwartungen, Reizen, Strukturen.
Als Bewegung durch Räume, die nicht für sie gemacht wurden.

Trotzdem gehen sie weiter.

Ich wurde mit 49 Jahren diagnostiziert – ADHS im Erwachsenenalter, Komorbiditäten.
Ich habe einen eigenen Rhythmus. Eine eigene Sprache.
Ein inneres Wissen, das leise bleibt, wenn alles zu laut wird – aber nie ganz verschwindet.

So ist „Strider“ weniger Rolle, sondern eher Prozess.
Nicht „Person“, sondern Verbindung zu meiner Essenz. 

  Die profane Beschreibung meines Wahren Namens.